Ist Ihr Rücken gesund?

Wissenschaftlich validierter Fragebogen zur Bewertung Ihrer Wirbelsäulenprobleme.

Online Termine reservieren

Für bestehende Kunden



Wissenschaftliche Studie der Universität Bremen

Studie über den Nutzen des Dr. WOLFF Multifidus-Trainers bei chronischen Rückenschmerzen; Dr.med.Walter Samsel, Forschungs- u. Beratungsstelle Gesundheit, Sport u. Ernährung (GeSpuEr) ehem. Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen

Mit dem „Dr. WOLFF Multifidus-Trainer“ steht im Konzept der gerätegestützten Trainingstherapie eine neue Möglichkeit zur Verfügung, eine differenzierte Bewegungs- und Kräftigungstherapie der Mm. multifidi der LWS zu leisten. In der folgenden kurzen Zusammenfassung einer multizentrischen Studie werden die wichtigsten Ergebnisse und Erfahrungen mit dem „Dr. WOLFF Multifidus-Trainer“ dargestellt.

In 3 unterschiedlichen Zentren mit orthopädischen Schwerpunkten wurden insgesamt 66 Patienten einem 6-wöchigen Training mit einem unterschiedlichen Protokollan dem „Dr. WOLFF Multifidus-Trainer“ unterzogen und mittels strukturiertem Fragebogen unmittelbar vor und nach der Intervention befragt.
Die Patienten rekrutierten sich aus Patienten der Einrichtungen, die dort mit der Diagnose chronische Rückenbeschwerden unterschiedlicher Genese therapiert wurden.
Am Ort A (ambulantes orthopädisches Reha-Zentrum) und am Ort B (Reha-Klinik mit stationärer Behandlung) wurden die ambulanten (A) und stationäre Patienten (B) mit der Diagnose chronische Rückenbeschwerden nach Eingang jeweils in 2 Gruppen randomisiert: in eine Kontrollgruppe mit „hausüblicher“ vornehmlich KG-gestützter Therapie und in eine Trainingsgruppe mit zusätzlich 15-20 Einheiten „Dr. WOLFF Multifidus- Trainer“. Die Patienten am Ort C bewarben sich auf einen Platz in eine Rücken-Reha-Sportgruppe und wurden nach Anmeldung in 2 Gruppen randomisiert: die „Trainingsgruppe“ begann sofort und ausschließlich ihr Training mit 20 Einheiten „Dr. WOLFF Multifidus-Trainer“ für jeweils 5 Minuten verteilt auf 6 Wochen am „Dr. WOLFF Multifidus-Trainer“, die Kontrollgruppe (Wartelistendesign) begann ihr Training erst nach einer Frist von 6 Wochen, dann mit dem gleichen Protokoll.

Ergebnisse

Rückenpatienten, die auf der Warteliste für eine 3-wöchige stationäre Intervention standen, hat man anstelle dessen durch ein 6-wöchiges ambulantes Training mit dem  Rückentherapie-Center by Dr. WOLFF geführt.
24 % der Patienten beurteilten die Erfahrung mit dem Training als sehr positiv, 50 % als positiv, 23 % als eher positiv.
Die Verbesserung der Rückenschmerzen wurde bei 88 % besser als vorher beurteilt. 13 % der Patienten zeigte sich eine deutliche Verbesserung des Rückenschmerzes nach der ersten Woche, bei weiteren 44 % nach der zweiten Woche, bei weiteren 35 % nach 4 Wochen und bei weiteren 7 % nach 6 Wochen.
Lediglich 1 % der Patienten verspürte keine Verbesserung. 91 % der Patienten würden das Training sofort weiterempfehlen.

Das stabilisierende System

   

„Das stabilisierende System“ (Panjabi, 1997)

Das „stabilisierende System“ ist ein Zusammenspiel zwischen neuralem Kontroll- und Steuerungssystem, passivem und aktivem System. Die Muskeln werden in globale (Bewegungsmuskeln) und lokale (Stabilisationsmuskeln) unterteilt. Über ein „Rückmeldesystem“ steuert das neurale Kontroll- und Steuerungssystem die Aktivität des aktiven Systems.
Bei Rückenschmerzen erfolgt der „Befehl“ zur Ruhigstellung mit ungünstigen Auswirkungen vor allem für die segmental stabilisierende Muskulatur. Die „rechtzeitige“ Aktivierung und Ansteuerung geht verloren und der Patient kann seine Wirbelsäule auch nach einer Schmerztherapie nicht schnell genug stabilisieren und somit gegen von außen wirkende Kräfte schützen.

Die segmentale Stabilisation

Erklärung zur Studie Hodges & Richardson, 1997

Bei Rückengesunden und Rückenschmerzpatienten wurde der Zeitpunkt der Aktivität der Muskeln transversus (stabiliserender Muskel), obliquus internus, obliquus externus, rectus abdominis, erector spinae, deltoideus (bewegende Muskeln) mittels Feinnadelableitungen gemessen.
Die Probanden erhielten verschiedene Anweisungen: „Heben Sie den Arm schnell nach vorne hoch“ (Flexion), „Heben Sie den Arm schnell nach hinten hoch“ (Extension), „Heben Sie den Arm schnell seitlich hoch“ (Abduction)
Gemessen wurde in zeitlicher Abhängigkeit die Aufnahme und Verarbeitung der Aufgabenstellung durch das Gehirn, die tatsächliche Aktivität des M. deltoiteus (= Bewegungsausführung und somit auch Belastung auf die Wirbelsäule; vertikale gestrichelte Linie) und die Aktivität der stabilisierenden und der bewegenden Muskulatur.

Ergebnis:
Rückengesunde haben eine antizipatorische Aktivität des M. transversus. D.h.: nachdem die Aufgabenstellung im Gehirn verarbeitet wurde und noch bevor der M. deltoideus die Bewegung ausführt, stabilisiert bereits transversus die Wirbelsäule. Bei Rückenpatienten ist diese „überlebensnotwendige“ Eigenschaft des M. transversus erst mit einer Verzögerung von ca. 120 ms erkennbar - zu spät.
Egal ob Rückenpatient oder Rückengesund: Die Bewegungsmuskulatur springt immer erst nach Einwirken der Belastung auf die Wirbelsäule an und kann in der Erstphase der Belastung KEINE Hilfe leisten! Daher sollte die segmentale Stabilisation integrativer Bestandteil einer modernen Rückentherapie sein.